Outdoor/Bushcraft Treffen am Bogenplatz vom 09. - 11..09.2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralf   
Dienstag, den 13. September 2011 um 11:55 Uhr

Outdoor/Bushcraft Treffen am Bogenplatz vom 09. - 11..09.2011

Zunächst für alle die bei der Überschrift nicht ganz den Durchblick haben. Als Bushcrafter und/oder Outdoorer bezeichnen sich Menschen denen das Leben in und mit der Natur ein ganz wichtiger Teil ihres Seins ist. Die Verbundenheit mit unberührter, unbeeinflusster Natur in ihrer ganzen Schönheit, die Liebe zu Flora und Fauna und das sich selbst als Teil des ganzen darin zurechtzufinden und ihrer Rauheit zu begegnen sind elementare Bestandteile von Bushcraft, Outdoor und Survivaltraining.

Um sich in eben dieser, leider auf unserem Planeten auf vergleichsweis wenige km2 zusammengeschrumpfte Natur intensiv einzulassen, erlernt der Bushcrafter/Outdoorer alte und neue Techniken (Skills), nutzt minimale aber funktionale Ausrüstung und testet sie und sich immer wieder aufs neue.

Als wichtige Wissensquelle gelten in unserer heutigen Zeit Internetplattformen (Foren) wie etwa das OutdoorFanForum oder OdooTV. Hier wird theoretisches Wissen weitergegeben, Erfahrungen ausgetauscht, spezielle Ausrüstungstests vorgenommen oder zum Beispiel auch gemeinsame Treffen, wie das oben genannte, geplant.

So trafen sich also Mitglieder beider Foren am besagten Wochenende auf dem Bogenplatz der Königlich Privil. SSG Lichtenfels 1413 um sich persönlich kennen zu lernen und einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu erleben.

Beeindruckend für mich war die Fülle an Information, Sachkenntnis und Fertigkeiten die aus verschiedenen Bereichen des Bushcraft/Survival zusammengetragen werden konnte. Nach der offiziellen Begrüßung wurden verschiedene Zelttypen und Schutzplanen aufgebaut und die Teilnehmer richteten sich häuslich ein. Dass die Verpflegung „draussen“ einen wichtigen Aspekt einnimmt konnte rasch daran erkannt werden dass für alle zunächst ein deftiges Mittagessen in Form von Eintopf aus mitgebrachtem Gemüse und Fleisch über dem offenen Feuer zubereitet wurde. Er schmeckte allen vorzüglich und reichte auch für ein kleines Mitternachtsmahl noch aus. Aber auch Backen von Bannok, dem typischen Outdoorerbrot oder die Zubereitung von fangfrischem Fisch und die Herstellung von Gemüsespießen fanden sich im Speiseplan wieder.


Mit Vorträgen über Fischen und Gewässerkunde, der Gewinnung von Kienspan, Verwendungsarten von Schutzplanen zum Lagerbau, herstellen von Ausrüstung und Gerätschaften aus einfachsten, naturgegebenen Materialien, dem erlernen von Bogenschießen und Knüpftechniken hatten wir einen recht prall gefüllten Terminplan.

Fischerei 

Vorführungen von verschiedenster Ausrüstung, Besuch des Reitstalles, vergleiche von technischen Geräten wie Taschenlampen oder Esswerkzeugen, Effektivitätsprüfungen von Beilen und Messern, Schnitztechniken und die ewige Bushcrafterfrage nach dem „wie“ beim entzünden des obligatorischen Lagerfeuers wurde intensiv mit Leben erfüllt.

Das die Teilnehmer zwischen 17 und 45 Jahre alt waren und der Erfahrungsgrad dabei unterschiedlich hoch war, gab dem ganzen nochmals eine besondere Note. Vom alten Hasen lernen ist sinnvoll, alte Weisheiten erneuern aber auch. „Das haben wir schon immer so gemacht!“ ist kein Garant dafür dass es nicht auch leichter, besser oder schneller geht! An diesem Wochenende konnte jeder von jedem etwas lernen und seine eigenen Kenntnisse vertiefen. Das viele sich bereits im Vorfeld erhebliche Mühe gemacht hatten und eine gut ausgerüstete und vorbereitete Gruppe zusammenfand war nur ein weiteres Glanzlicht in einem gelungenen Wochenende.


Auch der Spaß kam keinesfalls zu kurz und lockere Sprüche, kleine Witze und Albereien machten oft die Runde. Es erfüllt mich mit einigem Stolz an diesem Treffen mitgewirkt und in meinem bescheidenen Rahmen dazu beigetragen zu haben.


Im Namen der Bogenjugend bedanke ich mich nochmals bei den Spendern!


Ralf Wirth







Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. September 2011 um 12:16 Uhr
 
 

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